"Helfen Romane gegen den digitalen Burnout, Herr Markowetz?"

Den ganzen Tag das Smartphone in der Hand kann nicht gut sein. Der Informatiker und Buchautor Alexander Markowetz hat 2015 den "digitalen Burnout" diagnostiziert.

Was machen Smartphones mit uns? Sie fragmentieren den Tag in immer kleinere Sinneinheiten. In diesen kurzen Sequenzen können keine gedanklichen Fortschritte erzielt werden, weil kurz bevor man etwas Kluges entdecken könnte, ist man schon wieder bei etwas anderem. Außerdem haben wir mit dem Smartphone die Mikropausen abgeschafft: Die Zeit beim Warten auf den Bus oder auf einen Gesprächspartner hat man früher in wohlwollender Passivität verbracht, heute werden ein paar E-Mails abgesetzt. Diese E-Mails haben meistens überhaupt keinen Mehrwert, aber das ist ein anderes Thema. Man kann sich das als gemeinschaftliches Antiyoga vorstellen: Yoga hat zunächst keine Effekte, doch auf Dauer werden Sie gesünder, glücklicher, fokussierter und klüger. Das Handy hat erstmal auch keine Effekte, doch auf Dauer passiert etwas mit uns. Das Smartphone ist das genaue Gegenteil von Yoga: Sie begeben sich in eine orthopädisch vollkommen absurde Position vornübergebeugt und versuchen sich maximal schnell zu zerstreuen. Bei durchschnittlich zwei Stunden am Tag hat das einen kumulativen Effekt.

Helfen Romane gegen digitalen Burnout? Ja. Im Umgang mit Smartphones werden wir von unbewussten Automatismen gelenkt. Wir denken nicht nach, bevor wir unser Handy checken, wir machen es im Schnitt etwa 53 Mal am Tag. Diese unbewusste Handlung kann man nicht einfach lassen, sondern man muss sie sich so ähnlich wie das Rauchen wieder abtrainieren. Der Roman kann dabei helfen. Bei mir funktionieren Reclam-Heftchen prima. Sie haben eine ähnliche Größe wie Handys, es gibt sie zu allen Themen und ich werde nebenbei klug. Also ja, Romane helfen, das Smartphone längere Zeit nicht zu nutzen und unsere Aufmerksamkeitsspanne wieder zu verlängern.

Natürlich ist das Smartphone ein tolles, nützliches Produkt. Unseren Untersuchungen zufolge dominieren die rationalen Anwendungen aber nicht. Das geht mir nicht anders Mein eigenes Klickverhalten einzufangen ist die Aufgabe meines Lebens. Mein Checkverhalten ist mittelgut, besser geworden bin ich im Verzicht, andere Zuzuwhatsappen; das lasse ich mittlerweile immer häufiger sein. Andere arbeiten auch daran, wie Urban Gardening, Slow Cooking und andere Dinge, die als Gegentrend zum Digitalen und Schnellen begriffen werden können.

 

 

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