Herr Kämper empfiehlt

 

Wer Moralpolitik verstehen will, lese dieses Buch!

 

Warum fühlt es sich oft so an, als würde die Hälfte der Bevölkerung in einem anderen moralischen Universum leben?

Warum bedeuten «Gerechtigkeit» und «Freiheit» für verschiedene Menschen so unterschiedliche Dinge?

Warum geraten wir ständig wegen unserer Weltanschauungen aneinander, selbst wenn wir im Grunde dasselbe wollen?

 

Der Sozialpsychologe Jonathan Haidt zeigt:

Die Antwort liegt in unserer Moral – die weit weniger auf Rationalität und Logik gründet als auf Intuition und Sozialtrieb.

Moral bringt uns dazu, individuelle Interessen zu überwinden

und mit anderen zu kooperieren; zugleich aber macht sie uns blind für die Perspektiven anderer Gruppen.

So haben sich im Lauf der Evolution und Geschichte zwischen Gemeinschaften und Kulturen sehr unterschiedliche moralische Intuitionen herausgebildet. Haidt erklärt, wie diese uns sozial binden, aber auch blenden, etwa im politischen Dauerstreit zwischen Progressiven und Konservativen.

 

Sein Buch hilft uns, nicht nur unser individuelles Verhalten besser zu verstehen, sondern auch die gesellschaftlichen Auseinandersetzungen der Gegenwart –

und über weltanschauliche Gräben hinweg zueinanderzufinden.

 

 

Jonathan Haidt

Die Macht der Moral

Rowohlt Verlag

Gebunden, 480 Seiten

28€


Herr Kämper empfiehlt

 

Über eine Linke, die den Terror feiert..

 

 

 

Sie gibt sich progressiv, tritt aber seit dem Angriff der Hamas auf Israel zunehmend demokratiefeindlich auf:

die neue autoritäre Linke.

 

Mit dogmatischem Eifer deutet sie radikalislamistische

terroristische Gewalt zum dekolonialen Widerstand um.

Propaganda und Desinformation autokratischer Regime oder zweifelhafter „Alternativmedien“ nimmt sie bereitwillig auf.

Wer widerspricht, gilt schnell als Feind,

gegen die Presse schürt sie Hass – bis hin zu Mordaufrufen.

 

Der Journalist Nicholas Potter gibt durch investigative Recherchen und seine persönliche Geschichte Einblicke

in das Innerste dieser Bewegung.

 

Er deckt das Netz der neuen autoritären Linken auf,

zeigt, wie sie agiert, und fragt:

Sind wir als demokratische Gesellschaft darauf vorbereitet?

 

 

 

 

Nicholas Potter

Die neue autoritäre Linke

- Eine akute Bedrohung für die demokratische Gesellschaft -

dtv Verlag

Paperback, 256 Seiten

20€


Herr Kämper empfiehlt

 

Alle reden von der Demokratie und ihrer Krise.

Aber was meinen wir eigentlich,

wenn wir von der Demokratie sprechen?

 

Jörg Baberowski erinnert an ihre große Stärke: daß sie politische Gegner nicht zu Todfeinden werden lässt, weil auch der Unterlegene darauf hoffen darf, bei den nächsten Wahlen zu triumphieren.

Eine Demokratie, die sich vor den Leidenschaften des Volkes fürchtet und den Raum des Politischen verengt, beraubt sich dieser Kraft. Wenn wir unsere Freiheit bewahren wollen, müssen wir die Souveränität über unsere Entscheidungen zurückgewinnen.

Denn sonst werden die Anwälte der autoritären Ordnung leichtes Spiel haben, uns einzureden, daß die Diktatur die eigentliche Demokratie sei. 

Überall müssen diejenigen, die sich auf das Volk berufen, dem kritischen Blick derer standhalten, die sie vertreten wollen.

Im Modell der Repräsentation ist der Populismus daher als Möglichkeit immer schon enthalten. Der laut vorgetragene Widerspruch aber ist nicht bloß eine unanständige Regung des «Pöbels», sondern ein Hinweis darauf, dass viele Menschen sich nicht gesehen und vertreten fühlen. Der Populismus ist ein Schmerzensschrei, der nach Aufmerksamkeit verlangt.

In diesem Sinn ist er auch eine Belebung der Demokratie.

Wer unbequeme Meinungen nicht hören will und sie pauschal ausgrenzt, beraubt die Demokratie ihrer größten Stärke: dass sie es uns erlaubt, auch im Streit mit anderen im Einklang zu sein.

 

Jörg Baberowski

Am Volk vorbei

- Zur Krise der liberalen Demokratie -

C.H. Beck Verlag

Gebunden, 208 Seiten

25€


Herr Kämper empfiehlt

 

Ein Buch, das man nie wieder vergisst.

 

 

 

Am 7. Oktober 2023 stürmten Hamas-Terroristen den Kibbuz Be’eri und zerstörten sein Leben. Vor den Augen seiner Frau Lianne und der beiden Töchter Noiya und Yahel barfuß aus der Haustür gezerrt, stürzte Eli Sharabi bald darauf in

die erstickende Dunkelheit in den Tunneln der Hamas.

 

Während um ihn herum der Krieg tobte, verbrachte er 491 Tage

in Gefangenschaft. Immer in der Hoffnung,

dass er seine Familie irgendwann wiedersehen wird.

 

Seine Geschichte handelt von Hunger und Schmerz, von Sehnsucht, Einsamkeit und einer Hilflosigkeit, die die Seele zu zerstören droht. Gleichzeitig ist es eine Geschichte, die auf einzigartige Weise

von der menschlichen Stärke zeugt: sich immer und immer wieder auf die Seite des Lebens zu schlagen.

In dem ersten Memoir einer befreiten israelischen Geisel

legt Eli Sharabi ein wahrhaft berührendes Zeugnis ab.

Für die Menschlichkeit, das Erinnern und das Überleben.

 

 

 

 

 

 

 

Eli Sharabi

491 Tage

- In den Tunneln der Hamas -

Gebunden, 200 Seiten

24€


Herr Kämper empfiehlt

 

Eine glänzend erzählte Geschichte der deutschen Wirtschaft.

 

Dreihundert deutsche Männer, schrieb Walther Rathenau zu Beginn des 20. Jahrhunderts, bestimmten die wirtschaftlichen Geschicke des Kontinents. Er meinte das enge Geflecht aus Bankiers, Industriekapitänen und Lobbyisten, das sich mit dem Aufstieg von Firmen wie der Allianz, Krupp oder Siemens herausgebildet hatte. Man kannte einander, man sprach miteinander – und man sprach sich ab. Bis in die 1990er Jahre prägte dieses Netzwerk namens »Deutschland AG« die Politik und die Unternehmenskultur in der Bundesrepublik.

Konstantin Richter montiert die Geschichten dieser Macher

und Magnaten zu einer temporeichen szenischen Erzählung.

In meisterhaft arrangierten Episoden lässt er ihre Welt zu unserer werden. Er begleitet Nicolaus Otto und Gottlieb Daimler bei der Gemüseernte, wo die beiden genauso erbittert konkurrieren wie bei der Entwicklung neuer Motoren. Richter sitzt mit am Tisch,

wenn die Gebrüder Mannesmann in Marokko irrwitzige Intrigen spinnen, und er pendelt mit Thomas Middelhoff von Bielefeld

nach Essen, wenn dieser sich mit seinem Hubschrauber

auf den Weg ins Büro macht.

 

So entsteht ein einzigartiges Epos, das rund 150 Jahre umspannt: von der Start-up-Nation Kaiserreich bis in die krisengebeutelte Gegenwart, vom Aufstieg der Deutschland AG

bis zum ihrem Niedergang. 

 

Konstantin Richter

Dreihundert Männer

- Aufstieg und Fall der Deutschland AG -

Suhrkamp Verlag

Gebunden, 543 Seiten

30€


Herr Kämper empfiehlt 

 

Ein fein komponiertes, tief berührendes Buch über Erinnerung.

 

1887, tief im Sauerland.

Eine junge Frau kommt den Weg hinauf ins Dorf Cobbenrode.

Dort soll Anna Kalthoff die neue Lehrerin werden. Doch sie wird es nicht bleiben. Denn Anna widersetzt sich bald den Erwartungen des Ortes und den Regeln ihrer Zeit. Sie entscheidet selbst, was sie zu tun und zu lassen hat, wie sie leben und wen sie lieben will.

Zwei Jahrhunderte später rekonstruiert der Urenkel Annas inspirierendes Leben und rettet so die Geschichte einer selbstbewussten Frau vor dem Vergessen.

Sein Buch ist eine zauberhafte Annäherung an die Vorfahren,

ohne deren Entscheidungen und Mut es uns nicht gäbe.

Einige Fotos, Poesiealben, Postkarten, ein Kaffeeservice,

ein Verlobungsring: Viel mehr stand Henning Sußebach nicht

zur Verfügung, als er sich auf die Spuren seiner Urgroßmutter Anna begab. Nach einem Jahr der Suche fügte sich ein Bild:

Da hat eine scheinbar gewöhnliche Frau ein außergewöhnliches Leben geführt, gegen allerlei Widerstände. Anna nahm sich,

was sie vom Leben wollte. Männer, Arbeit, Freiheit!

Diesem Willen hat der Autor seine Existenz zu verdanken.

Sein Buch ermuntert uns alle, nach den Annas zu suchen,

die es in jeder Familiengeschichte gibt.

 

Henning Sussebach

Anna oder: Was von einem Leben bleibt

- Die Geschichte meiner Urgroßmutter - 

C.H.Beck Verlag

Gebunden, 205 Seiten

23€


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