Frau Pietrowsky empfiehlt

 

Die Bestsellerautorin Zadie Smith überrascht

mit einem literarischen historischen Roman.

 

London 1873.

Mrs. Eliza Touchet ist die schottische Haushälterin und angeheiratete Cousine

des einstmals erfolgreichen Schriftstellers William Ainsworth.

Eliza ist aufgeweckt und kritisch.

Sie zweifelt daran, dass Ainsworth Talent hat. Und sie fürchtet, dass England ein Land der Fassaden ist, in dem nichts so ist, wie es scheint. 

 

Mit ihrer Schwägerin besucht sie die Gerichtsverhandlungen des Tichborne-Falls,

in der ein ungehobelter Mann behauptet,

der seit zehn Jahren verschollene Sohn

der reichen Lady Tichborne zu sein.

Andrew Bogle, ehemaliger Sklave aus Jamaika, ist einer der Hauptzeugen des Prozesses.

Eliza und Bogle kommen ins Gespräch und der Wahrheit näher. Doch wessen Wahrheit zählt?

 

Basierend auf realen historischen Ereignissen

ist »Betrug« ein schillernder Roman über Wahrheit und Fiktion, Jamaika und Großbritannien,

Betrug und Authentizität und das Geheimnis des Andersseins.

 

Zadie Smith

Betrug

Kiepenheuer & Witsch

Gebunden, 528 Seiten

26€

 


Frau Bruch empfiehlt

 

»Welche Gnade, dass wir nicht wissen,

was uns im Leben erwartet.«

 

Elizabeth Strout schreibt die Geschichte von

Lucy Barton weiter, ihrer feinsinnigen,

von den Härten des Lebens nicht immer verschonten Heldin. Mit ihrem Ex-Mann William sucht sie während des Lockdowns Zuflucht

in Maine, in einem alten Haus am Meer.

 

Eine unvergessliche Geschichte über Familie

und Freundschaft, die Zerbrechlichkeit unserer Existenz und die Hoffnung, die uns am Leben erhält, selbst wenn die Welt aus den Fugen gerät.

Sie hatte es so wenig kommen sehen wie die meisten. Lucy Barton, erfolgreiche Schriftstellerin und Mutter zweier erwachsener Töchter, erhält im März 2020 einen Anruf von ihrem Ex-Mann

- und immer noch besten Freund - William.

 

Er bittet sie, ihren Koffer zu packen und mit ihm New York zu verlassen. In Maine hat er für sie beide ein Küstenhaus gemietet, auf einer abgelegenen Landzunge, weit weg von allem.

 

Nur für ein paar Wochen wollen sie anfangs dort sein. Doch aus Wochen werden Monate, in denen Lucy und William und ihre komplizierte Vergangenheit zusammen sind in dem einsamen Haus am Meer.

 

Elizabeth Strout

Am Meer

Luchterhand

Gebunden, 288 Seiten

24€


Herr Kämper empfiehlt

 

Von der Leichtigkeit eines Wiener Sommers 1914.

 

Es wird Frühjahr in Wien und bei der jüdischen Familie des Schuhmachers Fischler wird ein Zimmer zur Untermiete frei.

Der neue Mieter ist ein schüchterner,

etwas verquerer Student aus Galizien.

Sein Name: Joseph Roth.  

 

Bald lernen Fanny, die ältere Tochter der Familie, und er sich kennen, und für die beiden

beginnt ein heimlicher verliebter Sommer.

Der allerdings endet in einer Trennung –

und in geschichtlicher Dimension

in einer Menschheitskatastrophe:

Der Erste Weltkrieg bricht aus.

 

Lange Jahre werden die beiden sich nicht wiedersehen – bis es Fanny nach abenteuerlicher Flucht aus Wien 1938 nach Paris verschlägt,

wo sie zufällig im Deutschen Hilfskommitee ihren ersten Sommerschwarm wiedertrifft.

Roth ist inzwischen berühmter Schriftsteller geworden, befindet sich ebenfalls im Exil in Paris und gerade hat Irmgard Keun,

seine letzte Geliebte, die Flucht vor ihm ergriffen. Fanny wird den cholerischen, mit sich und der Welt zerstrittenen charismatischen Autor,

der in seinem Kreis Hof hält wie ein Fürst und doch gerade keinen Pfennig mehr hat,

bis kurz vor seinem Tod begleiten.

 

Unbedingte Leseempfehlung!

 

Jan Koneffke

Im Schatten zweier Sommer

Galiani Berlin

Gebunden, 304 Seiten

24€


Frau Pietrowsky empfiehlt

 

Ein Roman wie das Echo unserer Gegenwart!

 

In der Megastadt der Zukunft heuert Zem Sparak als Hilfspolizist an, arbeitet als „Hund“ im sauren Regen von Zone 3.

Seine Heimat Griechenland gibt es schon lange nicht mehr: Bei GoldTex, einem Konzern, der bankrotte Länder unterjocht, herrschen Zynismus und Gewalt.

Eines Morgens reißt eine über die gesamte Länge des Rückgrats aufgeschnittene Leiche Zem aus seiner Gleichgültigkeit.

 

Irgendwo, das weiß er, gibt es noch eine Wahrheit.

 

Zusammen mit Salia Malberg, einer Kommissarin aus Zone 2, begibt er sich auf eine Suche, die ihn auch in seine Vergangenheit führt.

 

In schnellem Rhythmus, in poetischen Bildern stellt Laurent Gaudé unsere drängendsten Fragen:

 

Wie wollen wir in Zukunft leben?

Und was erwartet uns?

 

Laurent Gaudé

Hund 51

DTV

Gebunden, 336 Seiten

24€